Sparen ?

 

 

 

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Gilt das Halbtax-Abo auch beim Arzt?

Leider Nein. Unsere Tarmed-Tarife sind im Vergleich zu vielen anderen Berufsgruppen so konkurrenzlos günstig, dass wir das Halbtax-Abo leider nicht berücksichtigen können.

 

 

Sparen ist einfach schwierig...

 

 

Sparen ist eines der Wörter, die wir intuitiv zu verstehen glauben, die sich aber bei genauerer Betrachtung als schwierig erweisen.

 

Sparen heisst, weniger ausgeben

 

Sparen heisst, weniger ausgeben und deshalb mehr auf die Seite legen können. Logisch eigentlich. Das ist aber nur die Hälfte der Wahrheit.

Die andere und meines Erachtens entscheidende Hälfte besteht darin, den Bereich zu definieren, innerhalb dessen gespart werden soll.

 Deshalb könnte eine Definition von Sparen so aussehen:

 

Sparen heisst innerhalb eines grösseren Gesamtsystems weniger ausgeben.

 

Dieses Gesamtsystem wird in der Regel das Gesundheitswesen als Ganzes sein. Entscheidend ist deshalb nicht die Einsparung in einem Teil des Systems, sondern nur die Kostenreduktion im Ganzen.

 

Ein paar Beispiele:

 

Ein Arzt praktiziert günstig, macht fast keine Untersuchungen. Wenn er nicht weiterkommt, überweist er zum Spezialisten oder ins Spital. Facit: tiefe Arztkosten und hohe Spitalkosten führen nicht zur Einsparung, im Gegenteil.

 

Ein anderer Arzt ist gut ausgebildet und ausgerüstet. Er macht die meisten Untersuchungen selber, Ueberweisungen ans Spital sind die Ausnahme. Facit: Hohe Arztkosten, geringe Spitalkosten. Der Spareffekt kann enorm sein.

 

Ein Arzt nimmt sich viel Zeit für seine Patienten, erklärt ihnen ihre Fragen und berät sie. So kann es vorkommen, dass er die Patienten überzeugt, dass ein teures MRI im Spital überflüssig ist. Facit: Etwas höhere Konsultationskosten, massiv billigere technische Kosten.

 

Es gibt zwei Eisenpräparate, die man intravenös geben kann. Das neuere ist 20% teurer.

Aufgrund der besseren Verträglichkeit kann das teurere Präparat rascher infundiert werden.

Facit: etwas teurere Medikamentenkosten, deutlich kürzere Infusionszeit, deshalb kürzere Ueberwachung. Das teurere Präparat ist in der Anwendung billiger.

 

Ein Arzt macht ausführliche Laboruntersuchungen, obwohl das nicht mehr rentiert. Die meisten akuten Krankheiten kann er so ausschliessen. Das spart massiv Hospitalisationen und teuere Ambulanzfahrten. Das Labor verteuert die Behandlung nur auf den ersten Blick.

 

Diese Beispiele könnten beliebig fortgesetzt werden. Entscheidend ist, das System als Ganzes anzusehen und nicht nur einen Teilbereich.

 

Es gibt auch Pseudosparübungen. Der Vorschlag von Couchepin, den Aerzten die Medikamentenabgabe wegzunehmen zugunsten der Apotheker, bringt gar nichts. Zum einen kommt es letztlich nicht darauf an, wer das Antibiotikum abgibt. Dazu kommt, dass in der Apotheke eine zusätzliche Beratungstaxe anfällt und nachweisbar die Kantone mit der direkten Medikamentenabgabe tiefere Gesundheitskosten haben.

 

Facit: Sparen beim Denken kann teuer sein!

 

 

In diesem Beispiel ist TROTZ Verteuerung in einem Teilbereich ein Spareffekt möglich.

Es gibt aber auch das Gegenteil:

Im folgenden Beispiel verteuern sich die Gesamtkosten, OBWOHL in einem Teilbereich gespart wird.